Wie Microanimations unser Verständnis steigern

Hans Auer
Fonda

Hans Auer ist Co-Geschäftsführer und Art Direktor der Wiener UX-Agentur Fonda.

Wie Microanimations unser Verständnis steigern

Hans’ Vortrag bleibt vor allem deshalb in Erinnerung, weil wir – nachdem wir gelernt haben was gute und schlechte Microanimations ausmacht – selbst mitmachen und bewerten durften! Und endlich verstehen wir, warum wir uns über manche Sachen ärgern und wie man in sachliche Worte fassen kann, was daran wirklich schlecht ist.

 

Gute Mikrointeraktionen sollen einladend, organisch, menschlich sein. Am besten funktionieren sie durch Berücksichtigung von drei Aspekten: Führung, Fokus und Zeit. Solche Interaktionen sollten als fließend wahrgenommen werden, dabei kann zoomen, Details ausblenden, was nicht mehr notwendig ist, helfen. Sie kommen häufig bei Formularen, bei Menüs, überall wo Feedback notwendig ist, zum Einsatz. So sollte immer klar sein, dass ein Anklicken funktioniert hat, es sollte durch das Klicken etwas passieren und, ganz wichtig, der User sollte nie den Kontext verlieren.

Wenn der User nicht mehr weiß wo er ist oder worauf er gerade wartet oder wie lange er noch warten muss – dann ist es schlecht gelaufen!

Gute Microanimations verbessern die User Experience, sie dauern maximal 400ms, und – vielleicht auf den ersten Blick seltsam – sie helfen die Regeln der Website/der App zu verstehen. So lernt der User durch die ersten Anwendungen, wie er Feedback erhält, womit zu rechnen ist. Gute Umsetzungen sind fließend, in einer Bewegung, natürlich, und dabei ganz unauffällig. Im Gegensatz dazu sind schlechte Microanimations solche, wo etwas Wichtiges versteckt wird, die zu lange dauern, wo der Fokus falsch gelegt wird, die einfach unnötig sind, die unterbrechen und stören. Gut und schlecht ist manchmal auch Geschmackssache: der kleine Bär in einem der Beispiele war eher unnötig, aber eben auch gut umgesetzt und lieb anzuschauen – und somit doch schön und gut.

 

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